Computational Complex Systems
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Das Zentrum

Die Untersuchung komplexer Systeme und Prozesse ist für unsere moderne Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Wichtige Entscheidungen basieren auf Analysen und Prognosen solcher Systeme, die mittels der im Zentrum vereinten Technologien erstellt werden. Je besser die Kompetenzen der TU Wien vernetzt sind, umso besser können diese Aufgaben in Zukunft erfüllt werden.

Datenmenge, Geschwindigkeit und Komplexität, mit der wir Systeme erfassen und beschreiben, wächst täglich. Andererseits stellen wir immer detailliertere Fragen und erhalten beim Versuch der Beantwortung im Computermodell heterogene Systeme, die schwierig zu modellieren sind. Solche komplexen Forschungsfragen benötigen breite und hervorragende Expertise in den Bereichen Computational Science & Engineering und Information & Communication Technology.

News: 3 FEMTECH Praktikantinnen bei COCOS

Unter dem Generalthema "Talente nützen: Chancengleichheit" fördert das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im Bereich F&E in Naturwissenschaft oder Technik mit Praktika, die  zwischen 1 – 6 Monaten dauern. Durch Kooperationen mit dem COMET K-Projekt "DEXHELPP – Decision Support for Health Policy and Planning" und "ARGESIM - Arbeitsgemeinschaft Simulation" konnten nun drei Praktikantinnen für die Mitarbeit gewonnen werden und werden durch das Förderprogramm, das die FFG abwickelt, insgesamt mit rund. 21.000 Euro gefördert.

Ziel der Praktika ist es Forscherinnen den Zugang zu akademischen Prozessen zu ermöglichen und eine künftige Einbindung (etwa in PhD Programme zu vereinfachen), da die Kolleginnen bereits frühzeitig optimal in die Forschungsprozesse integriert werden können.

"Statistsche und dynamische Modellierung von Interventionen in komplexen Systemen", Marie Bieber
"Modelling and Simulation for Development and Evaluation of Protheses", Ruth Leskovar
"Health Work Force Planning - Agent Based Modelling on Educational Programs", Claire Rippinger

News: Neues Projekt "Improve" - Mathematische Modellierung und komplexe Datenprozesse

Die Entwicklung pharmazeutischer oder medizinischer Produkte stellt KMUs neben der technologischen auch vor die Herausforderung am Markt wirtschaftlich erfolgreich zu sein. COCOS entwickelt dazu User-zentrierte Online Support Tools und Services, diese Entwicklung optimal zu unterstützen. Neben ausreichend vorhandenen PatientInnen, bei welchen das Produkt eingesetzt werden kann, muss das Produkt auch zugelassen und im Optimalfall im Rückerstattungskatalog der Sozialversicherungen aufgenommen werden. Dazu muss aber eine ganze Reihe an Anforderungen erfüllt sein und Fragen beantwortet werden, derer sich die Unternehmen oft gar nicht bewusst sind. Aus diesem Grund wird ein Cockpit, ein entwicklungsbegleitendes Informationstool, entwickelt, das den Usern nicht nur den aktuellen Status in der Entwicklungspipeline anzeigt, sondern auch Schnittstellen zu weiteren Tools besitzt um einige der auftretenden Fragen direkt zu beantworten.

COCOS zeichent für die Entwicklung neuer dynamischer Moellierungsmethoden verantwortlich, die COCOS Partner MedUni Wien und Universität Wien beteiligen sich im Bereich Datenschnittstellenentwicklung und User Interface Entwicklung. Es werden mehrere DissertantInnen und DiplomandInnen in dem Forschungprojekt beschäftigt. Das Projekt wurde im Rahmen der Ausschreibung User In Fokus 2016, der Wirtschaftsagentur Wien gewonnen und wurde am 1.10.2016 gestartet.

Areas & Applications

Komplexe Prozesse zu analysieren und zu berechnen benötigt neue Ansätze bzw. die Kombination bereits erprobter Technologien. Gerade in der Methodenentwicklung geht es darum neue Zugänge ausprobieren um die Probleme, vor die komplexe Systeme Forscherinnen und Forscher stellen, besonders gut zu beschreiben.

Basierend auf dem breiten Potential an Datenanalysen und Methoden ergeben sich eine Reihe methodischer Modell- und Analyseansätze, die im Bereich Complex Networks & Decision Support weiterentwickelt werden. Ein Fokus liegt auf der Frage, wie sich Prozesse und Entscheidungen auf Menschen auswirken. Wie zum Beispiel Infrastruktur und Menschen wechselwirken, oder wie sich soziale Netzwerk eines Menschen ihr/sein Verhalten beeinflussen stellt einen wichtigen Bereich in der Untersuchung komplexer Systeme dar.

Der Bereich Analysing Smart Technologies widmet sich Fragen wie moderne Technologien geplant, umgesetzt und analysiert werden können. Dabei sollen einerseits neue Technologien vor Ihrem Einsatz betrachtet, andererseits solllen bestehende Technologien in Bezug auf Ihre Effektivität und Nutzbarkeit untersucht werden. Ein wichtiges Ziel ist dynamische Effekte abzubilden.

Komplexe Infrastruktursysteme generieren immer komplexere Prozesse und neue Fragestellungen. Flughäfen, Bahnhöfe, Krankenhäuser, Einkaufszentren oder Industrieanlagen bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Teilsysteme und Teilprozesse. Diese in allen Planungsphasen zu analysieren, zu  vernetzen und als Gesamtsystem zu modellieren birgt großes Potential und wird unter dem Begriff Planning Dynamic Communities zusammengefasst.

Presenting Complexity zeigt die Anwendung in diversen Anwendungsbereichen.